Fünf Fragen an jede Hausaufgabe – die Checkliste
Fünf Fragen, mit denen Sie jede Hausaufgabe prüfen können, bevor Sie sie mitgeben – kompakt als Checkliste für die Praxis, nach den Empfehlungen im Deutschen Ärzteblatt.
Eine gute Hausaufgabe entsteht nicht zufällig. Wer sie vor dem Mitgeben kurz prüft, erspart sich und Patienten oft eine verlorene Woche. Diese fünf Fragen fassen die Empfehlungen zusammen, die das Deutsche Ärzteblatt 2010 aus der Forschung abgeleitet hat.
Die Checkliste
☐ 1. Ist die Hausaufgabe machbar?
Nicht zu leicht, nicht zu schwer. Passt sie in diese Woche, in diesen Alltag, zu dieser Kraft?
☐ 2. Baut sie auf dem auf, was die Person schon kann?
Eine Hausaufgabe, die an Stärken anknüpft, ist leichter zu beginnen und macht Erfolge wahrscheinlicher.
☐ 3. Weiß die Person, wozu sie gut ist?
Ein Satz zum Sinn reicht. Ohne ihn fällt die Übung im Alltag als Erstes weg.
☐ 4. Hat die Person sie schwarz auf weiß dabei?
Was nur besprochen wurde, verblasst. Schriftliches Material hing in einer Befragung mit der Erledigung zusammen.
☐ 5. Sprechen Sie in der nächsten Sitzung darüber?
Jede Hausaufgabe gehört nachbesprochen, am besten zu einem festen Zeitpunkt. Sonst lernt die Person: So wichtig war es nicht.
Was hinter jeder Frage steckt
Die fünf Fragen sind keine Formalie. Jede greift einen der Gründe auf, die in der Fachliteratur immer wieder genannt werden, wenn Hausaufgaben nicht gemacht werden:

Zwei Fragen für Fortgeschrittene
Ist sie konkret? Was, wann, wie oft, wie lange.
Sind Hindernisse besprochen? „Was könnte Sie davon abhalten?“