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Fünf Fragen an jede Hausaufgabe – die Checkliste

Fünf Fragen, mit denen Sie jede Hausaufgabe prüfen können, bevor Sie sie mitgeben – kompakt als Checkliste für die Praxis, nach den Empfehlungen im Deutschen Ärzteblatt.

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vonArrivara Redaktion
25. September 20262 Min. Lesezeit

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Veröffentlicht am25. September 2026
Aktualisiert am2. Oktober 2026

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Schlagworte#Arrivara#TherapeutischeHausaufgaben#Therapiealltag#Psychoedukation#Psychotherapie

Eine gute Hausaufgabe entsteht nicht zufällig. Wer sie vor dem Mitgeben kurz prüft, erspart sich und Patienten oft eine verlorene Woche. Diese fünf Fragen fassen die Empfehlungen zusammen, die das Deutsche Ärzteblatt 2010 aus der Forschung abgeleitet hat.

Die Checkliste

☐  1. Ist die Hausaufgabe machbar?

Nicht zu leicht, nicht zu schwer. Passt sie in diese Woche, in diesen Alltag, zu dieser Kraft?

☐  2. Baut sie auf dem auf, was die Person schon kann?

Eine Hausaufgabe, die an Stärken anknüpft, ist leichter zu beginnen und macht Erfolge wahrscheinlicher.

☐  3. Weiß die Person, wozu sie gut ist?

Ein Satz zum Sinn reicht. Ohne ihn fällt die Übung im Alltag als Erstes weg.

☐  4. Hat die Person sie schwarz auf weiß dabei?

Was nur besprochen wurde, verblasst. Schriftliches Material hing in einer Befragung mit der Erledigung zusammen.

☐  5. Sprechen Sie in der nächsten Sitzung darüber?

Jede Hausaufgabe gehört nachbesprochen, am besten zu einem festen Zeitpunkt. Sonst lernt die Person: So wichtig war es nicht.

Was hinter jeder Frage steckt

Die fünf Fragen sind keine Formalie. Jede greift einen der Gründe auf, die in der Fachliteratur immer wieder genannt werden, wenn Hausaufgaben nicht gemacht werden:

Tabelle Blog 72

Zwei Fragen für Fortgeschrittene

Ist sie konkret? Was, wann, wie oft, wie lange.

Sind Hindernisse besprochen? „Was könnte Sie davon abhalten?“

Drei Beispiele

Machbar? Eine Patientin mit schwerer Erschöpfung soll täglich 30 Minuten spazieren gehen. Besser: zweimal in der Woche zehn Minuten, und an den anderen Tagen ist Ausruhen ausdrücklich erlaubt.

Wozu? Ein Patient soll ein Stimmungstagebuch führen, weiß aber nicht, warum. Besser: „Wir wollen herausfinden, ob es Tageszeiten gibt, in denen es Ihnen besser geht – dafür brauchen wir Ihre Beobachtungen.“

Nachbesprochen? Eine Hausaufgabe wurde gestellt und in der nächsten Sitzung vergessen. Besser: Die Hausaufgabe steht in Ihrer Notiz für die nächste Sitzung ganz oben.

Die Liste für Kollegen

Die Checkliste eignet sich auch für Supervision, Intervision und Qualitätszirkel. Sie ist kurz genug, um in wenigen Minuten besprochen zu werden, und offen genug, um in jedem Verfahren zu passen. Drucken Sie sie gern aus und geben Sie sie weiter.

So nutzen Sie die Liste

Drucken Sie sie aus und legen Sie sie neben den Übungsordner. Oder gehen Sie die fünf Fragen in den letzten Minuten der Sitzung im Kopf durch. Nach ein paar Wochen passiert das automatisch.

Warum gerade diese fünf?

Weil sie die häufigsten Gründe aufgreifen, warum Hausaufgaben liegen bleiben: unklar, sinnlos, zu schwer, vergessen, nicht besprochen. Und weil die Forschung zeigt, dass es nicht nur darauf ankommt, ob geübt wird, sondern wie gut.


“Und Arrivara?”

Bei Frage 4 hilft Arrivara: Die Übung kommt als Hausaufgabe aufs Handy und ist dort jederzeit auffindbar. Die anderen vier Fragen beantworten Sie – mit Ihren Patienten.



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